Der Förderverein Natur- und Umweltzentrum Quedlinburg unterhält in der Stadt für die Durchführung der Kinder- und Jugendarbeit einen Ökogarten. Das Land Sachsen-Anhalt plant den Verkauf eines stillgelegten Schulareals. Zu dieser Fläche gehören Teile des Ökogartens. Der Verein verfügt nicht über die für den Flächenankauf erforderlichen Mittel. Die Stadt darf angesichts ihrer Haushaltslage den Ankauf nicht übernehmen. Somit steht die Existenz des Ökogartens an diesem Standort auf dem Spiel.
Die Bürgerstiftung für Quedlinburg nimmt sich dieser Herausforderung an und der Vorstand beschließt 2014, die erforderlichen Mittel für den Landankauf über eine Spendensammlung zu finanzieren. Die erforderliche Kaufsumme beträgt 35.078 EUR.

Die Bürgerstiftung geht mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. Da der Flächenankauf kurzfristig realisiert werden muss, springt die Stadt zunächst mit einer Vorfinanzierung ein, bis die Bürgerstiftung die Spendengelder eingesammelt hat

Die Quedlinburger identifizieren sich sofort mit diesem Projekt. Es werden viele Aktionen gestartet, um Spenden zu sammeln: Die Händler und die Hoteliers stellen Spendenbüchsen auf, das Kunstfest vom Zauber der Bäume wird genutzt, es gibt einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, Unternehmen verdoppeln die Spenden aus kleineren Aktionen, andere Quedlinburger Vereine organisieren Spendenaktionen für den Ökogarten und viele mehr. Eine vom Industrieclub finanzierte Tafel am Ökogarten informiert ständig über den aktuellen Stand der Spendeneinnahmen.

Am 9.4.2015 kann die Bürgerstiftung gemeinsam mit Freunden, Spendern und Sponsoren des Ökogartens bekannt geben, dass die benötigte Summe von 35.078 Euro erreicht ist. Die Zukunft des Ökogartens ist zunächst gesichert.
Bei diesem Projekt hat sich gezeigt, dass auch kleine Spendensummen zum Ziel führen - jeder Euro zählt. Das Interesse der Quedlinburger an der Rettung ihres Ökogartens war enorm, das Bedürfnis auch einen Beitrag zu leisten groß. Es zeigt sich deutlich, wie viel der Ökogarten der Bevölkerung bedeutet. Das echte Wir-Gefühl kann nicht hoch genug bewertet werden und macht Mut für künftige Projekte.